Diagnostik

  • Anamnese
  • Klinische Untersuchung
  • Weiterführende Diagnostik

Anamnese

Vor jeder Untersuchung steht die Anamnese, der Vorbericht.

Wichtige Fragen sind:
• Seit wann besteht die Erkrankung?
• Was waren die ersten Symptome?
• Wie ist der Verlauf der Erkrankung?
• Sind bereits Untersuchungen oder Behandlungen durchgeführt worden?
• Wie ist das Allgemeinbefinden?
• Wie ist die Futter- und Wasseraufnahme?
• Gab es frühere Erkrankungen?
• Werden regelmäßig Medikamente gegeben?

Eventuell empfiehlt es sich, zu Hause Aufzeichnungen anzufertigen und zur Sprechstunde mitzubringen!

Klinische Untersuchung

Die klinische Untersuchung besteht aus einer "Allgemeine Untersuchung" (Bestimmung der Körpertemperatur, Beurteilung der Schleimhautfarbe, der Gefäßfüllung, der Körperöffnungen, der Lymphknoten, der Hautspannung, des Pulses, Befühlung des Halses und des Brust- und Bauchraums, Abhören der Herz- und Lungentöne) und einer "Spezielle Untersuchung" (Untersuchung des erkrankten Organs).

 Tabelle: Normwerte
Körpertemperatur
Pulsfrequenz
Atemfrequenz
 Hund
37,8 - 39,2 °C
70 - 160 / min
14 - 30 / min
 Katze
38,0 - 39,2 °C
100 - 180 / min
20 - 30 / min
 Frettchen
37,8 - 40,0 °C
220 - 260 / min
32 - 36 / min
 Kaninchen
38,5 - 40,5 °C
150 - 300 / min
32 - 100 / min
 Meerschweinchen
37,5 - 39,5 °C
150 - 380 / min
45 - 150 / min
 Gerbil
37,4 - 39,0 °C
260 - 600 / min
70 - 120 / min
 Degu
38,0 - 39,5 °C
 Hamster
36,5 - 38,9 °C
200 - 500 / min
90 - 120 / min
 Chinchilla
37,5 -39,5 °C
160 - 240 / min
80 - 120 / min
 Ratte
37,0 - 39,5 °C
250 - 500 / min
70 - 150 / min

 

 

  • Röntgen
  • Durchleuchtung
  • Computertomografie
  • Ultraschall
  • Herzultraschall
  • EKG
  • Blutdruck
  • Augeninnendruck
  • Endoskopie
  • Labordiagnostik

Röntgen

Methode:
Das zu untersuchende Organ wird mit Röntgenstrahlung durchstrahlt. Die unterschiedlich dichten Gewebe des Körpers absorbieren die Röntgenstrahlen unterschiedlich stark, Knochen sehr stark, Luft in der Lunge nur wenig. Die Röntgenstrahlen belichten anschließend einen Röntgenfilm so dass man eine Abbildung des Körperinneren erreicht.

Durchführung:
Für Röntgenuntersuchungen des Brust- und Bauchraums müssen die Tiere auf der Seite und evtl. auch auf dem Rücken liegen. Sie werden dazu an den Vorder- und Hintergliedmaßen festgehalten. Eine Narkose ist dazu meist nicht erforderlich, die Aufnahmen können während der Sprechstunde angefertigt und ausgewertet werden.
Bei Röntgenuntersuchungen des Skeletts sind spezielle Lagerungen erforderlich. Je nach Schmerzhaftigkeit und Kooperation des Patienten wird entschieden, ob eine Narkose erforderlich ist.

Durchleuchtung

Methode:
Bei der Durchleuchtung wird das zu untersuchende Organ kontinuierlich mit Röntgenstrahlung durchstrahlt. Bewegungen im Körper, wie das korrekte Abschlucken eines Bissens im Kehlkopf in die Speiseröhre hinein, können auf einem Monitor dargestellt werden. Strahlendichte Fremdkörper im Magen können mit einer langen Zange extrahiert werden.

Durchführung:
Aufgrund des Zeitaufwands wird wenn möglich für eine Durchleuchtung ein Termin vereinbart. Ob eine Narkose erforderlich ist, hängt von der Untersuchung ab. Der Schluckreflex kann nur am wachen Tier getestet werden.

Computertomografie

Methode:
Die Computertomografie ist eine Röntgenuntersuchung, bei der die zu untersuchende Region in millimeterdünnen Schichten dargestellt werden kann. Im Unterschied zum konventionellen Röntgenbild wird das zu untersuchende Organ im CT-Bild nicht von umliegenden Geweben überlagert.

Durchführung:
Da sich die Tiere während der Untersuchung nicht bewegen dürfen, ist zur computertomografischen Untersuchung immer eine Narkose erforderlich. Außer in Notfällen erfolgt die CT-Untersuchung mit Terminabsprache am Vormittag. Oft schließt sich an die CT-Untersuchung eine chirurgische Versorgung in der gleichen Narkose an.

 

Ultraschall

  • Ultraschall der Bauchorgane
  • Trächtigkeitsuntersuchung
  • Herzultraschall

Ultraschall der Bauchorgane

Methode:
Ultraschall ist Schall in einer Frequenz oberhalb des vom Menschen wahrgenommenen Bereichs. Mit einem Schallkopf werden Ultraschallwellen in den Körper gesendet, diese werden im Körper absorbiert, abgelenkt oder reflektiert. Der reflektierte Anteil der Ultraschallstrahlen wird im Schallkopf gemessen und vom Ultraschallgerät als Bild aus dem Körperinneren auf einem Monitor dargestellt.

Durchführung:
Die Ultraschalluntersuchung erfordert nur bei unkooperativen Tieren eine Narkose. In den meisten Fällen kann die Untersuchung während der Sprechstunde durchgeführt werden. Die Tiere liegen dazu meist auf dem Rücken, die Haare am Unterbauch werden geschoren und Ultraschallgel wird aufgetragen. Die Dauer der Untersuchung beträgt ca. 10 Minuten.

Trächtigkeitsuntersuchung

Methode:
Der Nachweis einer Trächtigkeit bei der Hündin ist frühestens am 21., sicher ab dem 28. Tag nach der Belegung möglich. Da die Befruchtung der Eizellen noch bis zu 7 Tage nach dem Deckakt möglich ist, kann bei nicht festgestellter Trächtigkeit eine Wiederholung der Untersuchung nach einer Woche sinnbvoll sein. Die Anzahl der sich entwickelnden Feten kann nicht sicher bestimmt werden. Der Zeitpunkt der Geburt kann auf diese Weise nicht bestimmt werden.

Durchführung:
Die Ultraschalluntersuchung auf Trächtigkeit kann während der Sprechstunde durchgeführt werden. Die Tiere liegen dazu auf dem Rücken oder werden im Stehen geschallt. Haare am Unterbauch werden geschoren und Ultraschallgel wird aufgetragen. Eine Sedation wird nicht durchgeführt. Die Dauer der Untersuchung beträgt ca. 10 Minuten.

 

Herzultraschall

Methode:
Bei der Herzultraschalluntersuchung kann das schlagende Herz bildlich dargestellt werden. Mißbildungen am Herzen, Schädigungen des Herzmuskels und der Herzklappen und Blutflussgeschwindigkeiten können bestimmt werden.

Durchführung:
Zur Herzultraschalluntersuchung liegen die Hunde und Katzen seitlich auf einem speziellen Tisch mit einem Loch in der Mitte. Das Herz wird durch das Loch im Tisch von unten nach oben angeschallt. Eine Narkose ist nicht erforderlich. Da die Untersuchung und Auswertung etwas zeitaufwenig ist, wird sie i.d.R. nicht während der Sprechstunde sondern nach Terminvereinbarung durchgeführt.


Herzultraschall

Methode:
Die Herzultraschalluntersuchung ermöglicht eine bildgebende Darstellung des schlagenden Herzenens. Herzmuskelschwächen, Klappenundichtigkeiten und Blutflussgeschwindigkeiten können erkannt und vermessen werden.



Durchführung:
Die Kardiologin Frau Dr. Geraghty ist immer mittwochs im Hause. Es sind Termine zur Herzultraschalluntersuchung erforderlich. Die Untersuchung erfordert keine Narkose. Die Hunde oder Katzen liegen auf einem Tisch mit einem kleinen Loch in der Mitte, sodass das Herz von unten angeschallt werden kann.

EKG Elektrokardiogramm

Methode:
Bei der EKG-Untersuchung wird die elektrische Aktivität des Herzmuskels gemessen und aufgezeichnet. Sie dient zur Erkennung von Herzrhythmusstörungen, Extraschlägen des Herzens, Störungen der Erregungsleitung und -ausbreitung im Herzen, Erkrankungen des Herzmuskels und des Herzbeutels.

Durchführung:
Die EKG-Ableitung kann während der Sprechstunde durchgeführt werden. Die Tiere liegen auf der Seite, Klemmen werden an Ellbogen und Kniefalten angebracht und die Aufzeichnung gestartet. Die Aufzeichnung dauert wenige Minuten. Die Auswertung der EKG-Kurve erfordert einige Zeit, das Ergebnis steht meist am Folgetag zur Verfügung.

Blutdruck

Methode:
Bei der Blutdruckmessung wird der arterielle Blutdruck gemessen. Gemessen wird der systolische Druck (Maximalwert) und der diastolische Druck (Minimalwert).
Normwerte bei Hund und Katze sind 100 - 160 mm Hg zu 60 - 100 mm Hg.
Häufigste Ursache für einen Bluthochdruck ist die Niereninsuffizienz der Katze. Unbehandelt führt der Bluthochdruck zu Blutungen hinter der Netzhaut und zum Erblinden.
Ein Blutdruckkabfall wird durch eine verringerte Pumpleistung des Herzens, Flüssigkeitsmangel,Blutverlust und Gefäßerweiterung im Schock verursacht.

Durchführung:
Eine Manschette wird um die Schwanzwurzel gelegt, das Blutdruckmessgerät pumpt die Manschette auf und langsam wieder ab und zeigt die aktuellen Blutdruckwerte an. Die Untersuchung dauert wenige Minuten.

Augeninnendruck

Methode:
Die Augeninnendruckmesung dient zur Erkennung eines grünen Stars (Glaukom).
Beim Glaukom kommt es aufgrund einer Abflussstörung des Kammerwassers im Auge zu einem erhöhten Augeninnendruck. Die Folgen sind eine Schädigung der Netzhaut mit Erblindung und Kopfschmerzen.
Normwerte bei Hund und Katze liegen zwischen 10 und 20 mm Hg.

Durchführung:
Die Messung erfolgt mit einem Tonometer.
Die Untersuchung ist schmerzfrei, wenig zeitaufwendig und kann während der Sprechstunde durchgeführt werden.

Endoskopie

Methode:
Endoskope ermöglichen den Einblick in das Innere von Hohlorganen wie Nase, Rachen, Luftröhre, Bronchien, Speiseröhre, Magen und Darm. Über einen Lichtleiter werden die Organe ausgeleuchtet, eine Kamera nimmt Bilder auf und die Betrachtung erfolgt am Monitor. Über einen Arbeitskanal können feine Instrumente eingeführt werden, mit denen Proben genommen oder kleine Fremdkörper entfernt werden können.

Durchführung:
Eine Endoskopie erfordert immer eine Narkose, da die Tiere das Einführen eines Endoskops im Wachzustand nicht dulden würden. Außer in Notfällen erfolgt eine Endoskopie mit Terminabsprache am Vormittag . Die Tiere können in der Regel nachmittags abgeholt werden. Endoskopische Befunde werden bei der Abholung besprochen, Ergebnisse aus bakteriologischen und feingeweblichen Proben liegen nach einigen Tagen vor.

Labordiagnostik

  • Screening
  • Infektionskrankheiten
  • Harnanalyse
  • Kotuntersuchung
  • Mikrobiologie
  • Histologie

Screening / geriatrisches Screening

Bei einer Screeninguntersuchung werden 48 bzw. 49 Parameter bestimmt: Blutbild, Differentialblutbild, Leber-, Bauchspeicheldrüsen- und Muskelenzyme, Blutfette, Nierenwerte, Elektrolyte, Zuckerwerte, Bluteiweiße und beim geriatrischen Patienten Schilddrüsenhormon.
Ihr Hund sollte idealerweise zur Blutlaboruntersuchung nüchtern sein, d.h. 10 - 12 Stunden vor der Blutentnahme keine Nahrung mehr aufgenommen haben. Bestimmte Werte (Zucker, Cholesterin) sind nach Futteraufnahme erhöht, ohne dass dies krankhaft sein muss.
Die Blutproben werden von Montag bis Samstag von einem Kurierdienst am Entnahmetag gegen 22.00 Uhr an der Klinik abgeholt, Ergebnisse stehen am Folgetag gegen Mittag zur Verfügung.

Referenzwerte Synlab Augsburg

Notfalllabor

In lebensbedrohlichen Notfällen und am Wochenende kann ein Notfalllabor mit den wichtigen Vitalparametern sofort im Haus erstellt werden.

Infektionskrankheiten

Viele Infektionskrankheiten können durch den direkten Nachweis des Erregers in Tupferproben oder im Blut diagnostiziert werden. Ein empfindlicher Test ist der Nachweis von Erreger-DNA.
Eine zweite Möglichkeit der Diagnose ist der Nachweis erregerspezifischer Antikörper im Blut. Antikörper können aber zu Beginn einer Erkrankung noch nicht vorhanden sein oder bei wieder gesundeten Tieren noch lange vorhanden sein, sodass eine Interpretation der Laborwerte vorsichtig erfolgen muß.

Katzeninfektionskrankheiten:

FeLV Felines Leukämievirus
Die Diagnose erfolgt durch einen Erregernachweis im Blut. Eine Infektion kann vorübergehend sein, ein zweiter Test nach 4-6 Wochen verläuft dann negativ. Ist auch ein zweiter Test positiv, besteht die Infektion lebenslang. Ein Nachweis von Viren im Blut kann bei infizierten Katzen trotzdem negativ ausfallen. Dies ist der Fall, wenn sich zum Zeitpunkt der Blutentnahme das Virus nicht im Blut sondern nur im Knochenmark befand.
(weitere Informationen s. Impfungen bei der Katze)

• FIV Felines Immundefizienz-Virus
Die Diagnose erfolgt durch einen Antikörpernachweis im Blut. Eine positiver Antikörpernachweis zeigt eine lebenslange Infektion an.
(eine Impfung für Katzen gibt es in Deutschland bislang nicht)

• FIP Feline Infektiöse Peritonitis
Der Nachweis von Antikörpern im Blut ist nicht aussagekräftig, da fast alle Katzen Antikörper aufweisen. Zur Diagnose einer Erkrankung muss ein Bauch- oder Brusthöhlenerguss gewinnbar sein, in dem das Virus in bestimmten Immunzellen nachgewiesen wird.
(weitere Informationen s. Impfungen bei der Katze)

Reisekrankheiten

"Reisekrankheiten" sind Krankheiten, die in Deutschland nicht (manche mittlerweile gelegentlich) vorkommen.
Hunde infizieren sich bei Reisen in die süd- und osteuropäischen Länder durch Zeckenbisse oder Mückenstiche.
Reisekrankheiten sind:
• Babesiose
• Dirofilariose

• Ehrlichiose
• Hepatozoonose
• Leishmaniose
Bei Hunden, die aus süd- und osteuropäischen Ländern nach Deutschland mitgebracht werden, oder bei Hunden, die nach einem Auslandsaufenthalt Krankheitssymptome zeigen, empfiehlt sich eine Blutlaboruntersuchung auf "Reisekrankheiten".
(weitere Informationen s. Reisekrankheiten)

Tollwutantikörpertiter

Die EU fordert für die Wiedereinreise in die EU aus einem Nicht-EU-Land, wenn es sich dabei um ein sog. nicht gelistetes Drittland handelt, die Bestimmung des Tollwutantikörpertiters zum Nachweis einer wirksamen Tollwutimpfung.
Nicht gelistete Drittländer sind z.B. die Türkei, Serbien-Montenegro, Tunesien und Ägypten.
Für die Einreise in die EU-Staaten Großbritannien, Irland, Malta, Schweden und in das Nicht-EU-Land Norwegenb ist seit 1.1.2012 der Tollwutantikörpertiternachweis nicht mehr erforderlich.
Die Blutentnahme zur Bestimmung des Tollwutantikörpertiters für die Wiedereinreise in die EU darf frühestens 30 Tage nach einer Tollwutimpfung erfolgen.
(weitere Informationen s. Reisebestimmungen)

 

Harnanalyse

Harnentnahme

Die Harnentnahme erfolgt idealerweise steril durch Punktion der Harnblase. Spontan aufgenommener Harn oder mit Katheter gewonnener Harn sind Alternativen. Bei Untersuchungen auf Harnwegsinfektionen wird die Entnahme durch Punktion empfohlen, da bei anderen Verfahren evtl. Bakterien aus der Umwelt nachgewiesen werden.

Harnuntersuchung

Harnteststreifen, mikroskopische Untersuchung des Harnsediments und die Bestimmung der Harnkonzentration können während der Sprechstunde erfolgen.
Zum Nachweis von Bakterien wird der Harn im Nährboden auf einem Brutschrank 1-2 Tage bebrütet, bevor ein Ergebnis feststeht.
Zur Testung der Wirksamkeit bestimmter Antibiotika gegen die Erreger einer Harnwegsinfektion wird die Bakterienkultur ins Labor geschickt , ein Ergebnis liegt nach 4-5 Tagen vor.

Kotuntersuchung

Durchfalldiagnostik

Zur Diagnose oder zum Ausschluss infektöser Ursachen kann bei chronisch rezidivierenden Durchfällen eine Kotuntersuchung erwogen werden.
Der Kot wird im Labor kulturell auf darmpathogene Keime, mikroskopisch auf Würmer und Einzeller und speziell auf Giardien untersucht. Beim Vorliegen darmpathogener Keime wird die Wirksamkeit verschiedener Antibiotika gegen diese Keime getestet.
Benötigt wird soweit möglich ein 3/4 gefülltes Stuhlröhrchen. Röhrchen erhalten Sie bei Bedarf an der Anmeldung, wo Sie sie auch wieder abgeben können. Eine Abholung der Probe durch den Kurierdienst muss für den Tag der Probennahme gewährleistet sein, sodass eine Untersuchung von Montag bis Freitag eingeleitet werden kann. Ergebnisse dauern bis zu einer Woche.

Wurmprophylaxe

Alternativ zur regelmäßigen Entwurmung kann eine regelmäßige Untersuchung des Kotes auf Wurmeier erfolgen. Da nicht täglich Würmer ausgeschieden werden, ist eine Sammelkotprobe von drei aufeinanderfolgenden Tagen erforderlich.

Mikrobiologie

Bakteriologische Untersuchung

Bakterien können gegen bestimmte Antibiotika Resistenzen entwickeln. Tupferproben aus nicht heilenden Regionen können klären, welche Bakterien sich dort vermehren und welche Antibiotika wirksam sind. Die Tupferproben werden ins Labor geschickt, dort werden Bakterien in Kulturen angezüchtet, ihre Art bestimmt und dann die Wirksamkeit verschiedener Antibiotika gegen die Bakterien getestet. Die Untersuchung dauert 3 - 4 Tage.

Mykologische Untersuchung

Zur Untersuchung auf Hautpilze werden Haare an auffälligen Stellen ausgezupft oder Hautschuppen abgeschabt. Hautpilze können vom Tier auf den Menschen übertragen werden. Eine Diagnose oder ein Ausschluss ist deshalb wichtig. Pilze wachsen allerdings in der Kultur sehr langsam, sodass ein abschließendes Ergebnis erst 3 - 4 Wochen nach Einleitung der Untersuchung vorliegt.

Histologische Untersuchung

Entfernte Gewebe werden vom Pathologen mikroskopisch untersucht, um die Frage der Ursache einer Erkrankung zu beantworten.

Bei Tumoren kann eine feingewebliche Untersuchung beantworten, ob der Tumor als gutartig oder bösartig einzustufen ist, ob der Tumor bei der Operation vollständig entfernt wurde und ob mit lokalen Rezidiven oder Metastasen zu rechnen ist.

Bei chronischen Hauterkrankungen kann eine histologische Untersuchung von Hautbiopsien helfen, deren Ursache aufzudecken. Die Entnahme von Hautbiopsien gelingt meist mit einer Lokalanästhesie.

Gelegentlich erfordern Erkrankungen im Bauchraum zur Diagnose die Eröffnung der Bauchhöhle und die Biopsie von Leber, Bauchspeicheldrüse, Milz, Darm und Lymphknoten.

Histologische Untersuchungen dauern ca. 3 Tage.