Chronische Herzinsuffizienz


Ursache und Krankheitsverlauf:

Das Herz pumpt das Blut über das Gefäßsystem und versorgt so die Organe mit sauerstoffreichem Blut. Falls das Herz aufgrund einer Erkrankung dieser Pumpleistung nur noch eingeschränkt nachkommen kann, spricht man von Herzinsuffizienz.
Ursachen für Herzerkrankungen können angeborene Herzfehler oder eine sich entwickelnde Schwäche des Herzmuskels oder Herzklappenveränderungen sein.
Folge der Herzinsuffizienz ist eine schlechte Sauerstoffversorgung der Organe. Verstärkt wird die schlechte Sauerstoffversorgung durch Rückstau von Flüssigkeit in die Lunge und Wassereinlagerung in die Lunge. Die mit Flüssigkeit gefüllten Lungenbläschen können keinen Sauerstoff an das Blut abgeben.
Die Herzinsuffizienz ist ein langsam fortschreitender chronischer Prozess.

Symptome:

allgemeine Schwäche, schnelle Ermüdung, Kurzatmigkeit, Ruhelosigkeit, Husten, kurzzeitiger Bewusstseinsverlust

Diagnose:

Beim Abhören des Herzens mit dem Stethoskop wird ein Herzgeräusch festgestellt.
Eine Röntgenuntersuchung gibt Aufschluss über die Herzgröße und über das Vorhandensein von Wasser in der Lunge
Eine EKG-Untersuchung diagnostiziert Herzrhythmusstörungen
Bei einer Herzultraschalluntersuchung kann das Herz und seine Pumpleistung sichtbar gemacht werden.

Therapie:

Eine Heilung ist nicht möglich.
Ziel der Therapie ist, die Lebensqualität zu verbessern und die Lebenserwartung zu erhöhen. Dazu ist eine Dauertherapie mit einer Kombination von Medikamenten erforderlich. Die verwendeten Medikamente haben verschiedene Wirkungsmechanismen: Sie entlasten das Herz, indem die Blutgefäße erweitert werden, dadurch wird der Widerstand, gegen den das Herz anpumpen muss, herabgesetzt und das schwache Herz muss weniger Kraft aufbringen. Sie verbessern die Kraft, mit der sich das Herz zusammenziehen kann. Sie bewirken eine Wasserausscheidung und damit eine Verbesserung der Sauerstoffaufnahme in der Lunge. Die Dosierung richtet sich nach dem Körpergewicht und muss dem Krankheitsverlauf angepasst werden.

Therapiekontrolle:

Eine erste Kontrolle wird meist zwei Wochen nach Therapiebeginn empfohlen. Die Verbesserung der klinischen Symptome, das Abhören von Herz und Lunge und evtl. eine Röntgenaufnahme entscheiden, ob die gewählte Dosierung beibehalten werden kann. Weitere Kontrollen hängen vom Krankheitsverlauf ab.

weiterführende Information:

• Broschüre "Herzkranker Hund?" der Initiative s.m.i.l.e. -
   gesunde tierliebe
• Flyer "Ist mein Hund herzgesund?" der Firma Boehringer