Kastration beim Kater und bei der Kätzin
Definition:
• Kastration bedeutet beim Kater die Entfernung beider Hoden und bei der Kätzin die Entfernung beider Eierstöcke mit oder ohne Gebärmutter.
• Sterilisation bedeutet die Unterbindung der Samenleiter beim Kater oder die Unterbindung der Eileiter bei der Kätzin, dadurch wird zwar die Fortpflanzungsfähigkeit verhindert, nicht aber die hormelle Situation verändert; Kater zeigen weiter Harnmarkieren, Kätzinnen werden weiter rollig.
Argumente für und gegen eine Kastration:
Argumente für eine Kastration:
• Unterbindung einer unkontrollierten Vermehrung
• Vermeidung hormonell beeinflusster Erkrankungen (selten bei der Katze)
• Vermeidung hormonell beeinflußter Verhaltensmuster
° Harnmarkieren beim Kater
° Rolligkeit bei der Kätzin
° Streunen auf der Suche nach Sexualpartnern
Argumente gegen eine Kastration:
• tierschützerische Gesichtspunkte (operativer Eingriff bei einem gesunden Tier)
• Narkose- und Infektionsrisiko
• vermehrter Appetit und Gewichtszunahme
Alternativen zur Kastration:
• Antibabypille bei der Kätzin, hohes Risiko von Nebenwirkungen: Gebärmutterveränderungen, Milchleistentumoren, hormonelle Erkrankungen
Wahl des richtigen Zeitpunktes zur Kastration:
• Katzen werden mit ca. 6 Monaten geschlechtsreif, dies ist der Zeitpunkt zu dem eine Kastration erfolgen sollte.
• Kätzinnen können auch während der Rolligkeit kastriert werden.

Ablauf einer Kastration:
Anästhesie und Nachsorge:
s. Chirurgie - Anästhesie
Besonderheiten:
• Bei Katern brauchen keine Fäden gezogen werden.
• Bei Katern sollte für 3 - 4 Tage das Katzenstreu in der Katzentoilette durch Paperküchentücher ersetzt werden, damit sich kein Katzenstreu im Hodensack verfangen kann.
Terminvereinbarung:
s. Klinikorganisation - Op.-Termine
