Brust- und Bauchhöhlenoperationen


Ursachen:

häufige Ursachen für Operationen im Brust- und Bauchraum sind:
• Zwerchfellriss
• Magendrehung
• Fremdkörper im Darm
• Milztumor und andere Tumoren
• Gebärmuttervereiterung
• Harnblasensteine

Symptome:

Die Symptome können je nach erkranktem Organ und Art der Erkrankung unterschiedlich sein.
Der Krankheitsverlauf kann perakut oder chronisch sein
Symptome, die auf Erkrankungen im Brust- oder Bauchraum hindeuten können, sind:
• Schwäche
• Blässe
• angestrengte Atmung
• Erbrechen
• Zunahme des Bauchumfangs
• Schmerzen beim Befühlen des Bauches
• Vermehrter Durst und vermehrter Harndrang
• Schmerzen beim Harnabsatz, Blut im Harn

Diagnose:

Röntgen und Ultraschall sind bildgebende Verfahren zur Sichtbarmachung der inneren Organe.

Therapie:

Initialtherapie:

• Abhängig vom Befinden des Tieres kann eine Infusionstherapie, Antibiose und Schmerztherapie einer Operation vorausgehen.

Operative Therapie:

• Die Eröffnung des Bauchraumes erfolgt auf der Bauchunterseite in der Mittellinie.
• Bei einem Zwerchfellriss werden die in den Brustraum vorgefallenen Bauchorgane zurückverlagert, das Zwerchfell genäht und der Brustraum abgesaugt.
• Bei einer Magendrehung wird der Magen abgegast, in die richtige Position zurückverlagert und fixiert.
• Fremdkörper im Darm werden über einen Einschnitt in den Darm entfernt, der Darm wird durch eine Naht wieder verschlossen.
• Bei einem Milztumor muss die gesamte Milz entfernt werden und vor allem die Leber auf Metastasen kontrolliert werden.
• Bei einer Gebärmuttervereiterung werden Eierstöcke und Gebärmutter entfernt.
• Blasensteine werden über einen Einschnitt in die Harnblase entfernt, der dann wieder vernäht wird.

Nachbehandlung:

• Abhängig von der Kreislaufsituation ist eine Infusionstherapie erforderlich.
• Schmerzmittel werden erst per injectionem und in den Folgetagen oral gegeben.
• Die Antibiotikumgabe richtet sich nach der Grunderkrankung.
• Die Dauer des stationären Aufenthalts hängt ab von der Erkrankung und dem Verlauf der Rekonvaleszenz. Bei komplikationsloser Heilung können die Patienten meist ein bis drei Tage nach der Operation entlassen werden.
• Telefonische Auskunft über das Befinden erhalten Sie am besten vormittags ab ca. 10.30 Uhr.
• Besuchen können Sie Ihr Tier während der Sprechzeiten. Meist ist es günstig, die Tiere nicht am Operationstag zu besuchen und sie die Narkose in Ruhe ausschlafen zu lassen.

Nachsorge beim Haustierarzt:

• Nach der Entlassung setzen wir uns mit Ihrem Haustierarzt in Verbindung und besprechen mit ihm die Nachsorge.
• Ein oder zwei Tage nach der Entlassung kontrolliert Ihr Tierarzt das Allgemeinbefinden, die Körpertemperatur und die Operationsnaht, er verordnet Schmerzmittel und Antibiotika nach Bedarf und bespricht eventuelle Diäten.
• Meist erfolgt nach weiteren 3 - 4 Tagen eine erneute Kontrolle beim Haustierarzt, um eine mögliche Wundifektion möglichst früh zu erkennen.
• 10 bis 12 Tage nach der Operation werden die Hautfäden der Bauchdeckennaht gezogen.